Guidos Masterclass

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GUIDO MARIA KRETSCHMER

Seit 2012 kürt der Designer in seiner eigenen, sehr erfolgreichen TV Sendung die modebegeisterte Meute im Wettbewerb zur Shopping Queen und lässt uns Zuschauer auf extrem sympathische und humorvolle Art an seinen Gedanken zu den teilweise sehr wilden Outfit Kombinationen seiner Kandidatinnen teilhaben.
Ganz bald, ab dem 29. April um genau zu sein, sehen wir Guido auch mit einem ganz neuen Format im TV, denn dann startet „GUIDOS MASTERCLASS“ zur Primetime bei VOX!
Worum es in diesem Format gehen wird, warum es für mich persönlich so extrem spannend ist (kleiner Rückblick in meine Zeit vor Instagram) und was mir Guido im Interview unter anderem über seine Sicht als Modedesigner über Modeblogger verraten hat, erzähle ich Euch jetzt.

GUIDOS MASTERCLASS

In Guidos Masterclass geht es um eine Design-Competition, die mit insgesamt 12 Meisterschülern beginnt. Doch das Mode-Business ist knallhart und deshalb geht es auch direkt in der ersten Folge schon zur Sache. Von den 12 Jungdesignern schaffen es nämlich nur 8 in Guidos Masterclass, die in den anstehenden 6 Folgen von ihm persönlich in allen Design- und Fertigungsprozessen unterstützt werden. Verschiedenste Aufgaben aus dem Modedesign-Bereich erwarten die Schüler, die hier ihr Gespür für Schnitte, Materialien, Styles und vor allem ihre Kreativität beweisen können.
Auf dem Stundenplan stehen von Pret-à-Porter (ready to wear) bis Haute Couture (maßgeschneidert) alle wichtigen Bereiche des Handwerks. Die Meisterschüler erfahren neben Guidos Unterstützung auch viele andere, spannende Sichtweisen von Branchenkennern. In jeder Folge gibt es nämlich zwei prominente Gastauftritte, ich will nicht zu viel verraten, aber weitere bekannte Modedesigner, Chefredakteure, internationale Supermodels uvm. berichten von ihren Blickwinkeln.

50K UND DIE VOGUE

Auf den Gewinner dieses Wettbewerbs warten 50.000 Euro, die ein schönes Startkapital zu eigenen Designs bilden und eine Foto-Anzeigen-Strecke in der deutschen VOGUE, (wirklich kein schlechter Start fürs Portfolio) und zudem wird Guido dem jungen Talent ein gesamtes Jahr lang mit persönlichem Rat und Tat als Unterstützung zur Seite stehen.

INTERVIEW MIT GUIDO

Als ich Guido Anfang des Monats zum Interview treffe bin ich gespannt! Ich habe einige eher persönliche Fragen, die nicht unbedingt die Sendung im Detail betreffen. Wird er in echt genau so locker und sympathisch sein, wie er über den Fernseher rüberkommt?

WIRD ER!

Und schon nach den ersten paar Minuten ist mir ganz klar, weshalb er als absoluter Publikums-Liebling der deutschen Stars gilt. Meine erste Frage an Guido interessiert mich persönlich natürlich sehr, denn ich weiß aus eigener Erfahrung, dass Social Media jede Menge Vorteile, aber eben auch seine Nachteile hat.

Denkst du, im Zeitalter von Social Media und all den gegebenen Plattformen ist der Start für Jungdesigner einfacher?

„Ja! Auf jeden Fall macht es das viel, viel einfacher.“ Heute können zwar auch Menschen Designer werden, die es vielleicht eigentlich gar nicht sind. Die einfach im richtigen Moment das Richtige tun und durch Social Media einen eigenen Markt haben. Es gibt zum Beispiel viele Youtuber und Blogger die ein T-Shirt machen und es besser verkaufen als manche Designer, die jahrelang genau das studiert haben.
Aber es geht ja bei uns Designern auch darum, dass wir davon leben können und wenn ein Designer eine gute Idee hat und über Social Media auf den Weg bringen kann und diese dort wahrgenommen wird, dann kann das schon kommerziellen Erfolg bedeuten.
Deshalb würde ich sagen, dieses Zeitalter ist ein Glück und Segen und auf der anderen Seite auch ein Fluch für diejenigen, die das auf klassischem Wege tun. Die stehen natürlich in Konkurrenz mit vielen, die vielleicht nur ganz einfache Artikel stylen und von ihrer Reichweite profitieren. Dabei geht dann das verloren, was den wirklichen Beruf und das Handwerk als Designer ausmacht. Wie viel mehr da wirklich hinter steckt sieht man in der Sendung sehr schön.

„Das alles verändert die Zeit. Ich glaube die große Zeit für Designer ist vorbei“

Ich glaube die große Zeit für Designer ist vorbei. Genauso, wie die der Supermodels. Felder vermischen sich, Prioritäten verschieben sich. Im Fokus werden eher spezielle Teile oder eine Marke stehen, anstelle des Designers. Wenn man heute fragt: wer ist der Chefdesigner von Gucci oder der von Valentino? Dann würden die meisten Leute sagen: das weiß ich gar nicht!

(Ich weiß es ebenfalls nicht und muss googlen. Der Chefdesigner von Gucci heißt Alessandro Michele, der von Valentino heißt Pierpaolo Piccioli.)

„Wir leben in einer Zeit von Styling“

Für die Sendung war mir besonders wichtig, den jungen Designern zu zeigen, dass sie ihren Beruf in den Fokus stellen. Designer sind in erster Linie keine Stylisten. Es geht um das Handwerk Modedesign.

Wenn du eine Sache in der Modebranche ändern könntest, was wäre es?

Dass wir anständig produzieren. Sodass die Menschen keinen Pelz mehr benutzen, dass keine Tiere mehr dafür draufgehen. Dass keine Angora-Häschen lebendig geschoren werden, dass einfach keine Tiere gequält und missbraucht werden, damit man einen Kragen am Sakko oder einen Bommel an der Mütze hat.

„…dass man für ein günstiges T-Shirt die halbe Welt auf dem Gewissen hat“

Ich würde mir wünschen, dass überall Menschen von ihrer Händearbeit leben können und man nicht für ein günstiges T-Shirt die halbe Welt auf dem Gewissen hat. Wir sind übrigens immer noch das Land, das am meisten Pelze für Kleinkram und Bömmelchen importiert.

Was hältst du von Modebloggern?

Ach es gibt schon tolle Leute, ich mag auch einige von den großen Internationalen, ich mag die Daur! Ich glaube es ist schon wichtig, dass die da sind, ich tu mich nur manchmal schwer mit denen, die nur bei sich und vielleicht auch von sich selbst zu begeistert sind. Wenn man durchgehend nur zeigt was man erlebt, wie schön alles ist und was man alles hat, dann vermittelt man ein falsches Bild vom Leben. Es geht darum Gutes auch wertzuschätzen und deshalb mag ich die, die auch verletzliche und nicht perfekte Momente zeigen.

„…ich mag die DAUR“

Es gibt wirklich viele tolle, sehr süße, authentische Blogger. Ich finde die doof, die so markenverdreht sind. Die machen keinen Sinn. Mode verstehen heißt ja nicht sich etwas Schönes anziehen und dann begeistert von sich sein. Gute Blogger haben in ihrem Job einfach eine große Verantwortung. Viele meistern das toll und auch viele nicht.

(Die Redakteurin tippt auf ihre Armbanduhr, ich muss mich beeilen – dabei hätte ich noch viele Fragen. Im Schnellmodus versuche ich noch ein paar Antworten zu bekommen 😉 … )

With good basics you have endless options. Ja oder nein?

Yes. indeed!

Weil aktuell so oft gesehen: NEON?

Nicht meins, außer man hat eine politische Message oder möchte nicht überfahren werden oder die Müllabfuhr holt was ab. Sonst eher nicht.

Ugly Dad Sneaker?

Better not…

Chiara Ferragni?

Mag ich sehr. Ein aufregendes Mädchen, hat unglaubliche Looks, tolle Mäntel, aber ich glaube die hat auch den größten Kleiderschrank der Welt. Ich glaube die zieht was an und schmeißt es dann weg. (Wir lachen beide und überlegen kurz, ob wir ein Teil schon zweimal an ihr gesehen haben?)

Liebstes Material?

Kaschmir und Seide. Und gute Baumwolle aus Ägypten.

Investment Piece?

A good pair of Jeans. Und ein leichter Pulli aus einem tollen Material, das kühlt und wärmt. Kaschmir.

Ein Designklassiker?

Hm. Der Bleistiftrock würde ich sagen. Da können Mädchen so schön drin wackeln. Egal welche Beine, kurz, lang, dick, dünn. Wenn die wüssten wie toll man, wenn der schön schmal und hoch geschnitten ist, damit wackeln kann!

Etwas, was man so nicht von dir gedacht hätte:

Dass ich ein sehr gläubiger Mensch bin und immer das Gefühl habe, dass mich etwas hält. Ich fühle mich immer gut beschützt und nehme daher auch viel Motivation und Sicherheit im Leben. Ich fühle mich nie allein. Und genau das Gefühl wünsche ich jedem.

(Interview Ende)

What a man!

Vielen lieben Dank an Guido für die Zeit und für dieses sympathische Interview.
In der verrückten Medienbranche sind die wenigsten so bodenständig und emphatisch. Ich freue mich inzwischen also aus diversen Gründen riesig auf den Start der Sendung am 29.04.2019 um 20.15 Uhr bei VOX.
Ganz vergessen zu erzählen habe ich, weshalb ich zu Beginn sagte, dass die Sendung für mich persönlich doppelt spannend ist: Bevor ich Vollzeit in die Bloggerwelt eingetaucht bin habe ich nämlich in Köln Design studiert und danach auch einige Jahre in dem Beruf gearbeitet. Mein Fokus lag zwar auf Industrie- und Produktdesign und auch in meiner Diplomarbeit habe ich den Schwerpunkt eher auf Design-Konzeption gelegt, aber Modedesign hat mich immer sehr begeistert. Für mich ist es nämlich der einzige Designbereich, der Kunst und Design verbindet.

Ich hoffe also, wir haben ein Date vor dem TV!

2 Comments
  1. Jay

    Tolles Interview! Danke louuuuuu

  2. Lu

    Toller Beitrag! Du sowie auch Guido seid einfach sympatisch. Ihr beide seid so gar nicht abgehoben und wirkt so bodenständig – liebe das an euch! Schaue Shopping Queen schon seit Jahren und bin echt gespannt auf Guidos Masterclass.

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