Nespresso’s Kaffee-Kapseln, Fairtrade und Nachhaltigkeit

Ein etwas anderes Event

Mein kleiner Ausflug auf die Müll-Sortieranlage des grünen Punkts in der letzten Woche war zwar nicht ganz so wohlriechend wie die Events, die ich sonst so besuche, aber dafür aber mal etwas ganz anderes. Die Einladung hierzu kam von dem Kaffeesystem Nespresso und dem grünen Punkt selbst, denn das Thema sollte „nachhaltiges Packaging“ sein. Weil genau das schon damals in meinem Design-Studium ein super spannendes Thema war, bin ich der Einladung gerne gefolgt.

Learning by coffee drinking and listening

Nach einem kleinen Kaffee-Frühstück im düsseldorfer Nespresso-Shop hatte ich schon einiges dazu gelernt. Dass der Kaffee aus den kleinen Kapseln sehr gut schmeckt und riecht und mit seiner festen Crema auch noch super aussieht, das wusste ich ja bereits aus meiner eigenen Küche. Dass Nespresso so konsequent auf Nachhaltigkeit achtet – vom Kaffeeanbau bis hin zum Kapselrecycling – habe ich neu dazu gelernt.

Der Kaffeeanbau und die Vorteile für Kaffeebauern

Gemeinsam mit der NGO Rainforest Alliance hat Nespresso ein Kaffeeanbauprogramm gegründet, welches über 70.000 Farmer in 12 Ländern dabei unterstützt, die Qualität, Nachhaltigkeit & Produktivität auf ihren Kaffee-Farmen zu steigern. Die Kaffee-Farmer erhalten beispielsweise Schulungen für einen nachhaltigen, qualitativen Kaffeeanbau und im Anschluss für die Ernte eines derartigen Kaffees schließlich Preise, die 30-40% über dem Marktpreis liegen. Im Gegenzug bekommt Nespresso eine anhaltend gute Ernte-Qualität, die den hohen Anforderungen an Geschmack, Aroma und Qualität gerecht wird. Zudem bietet Nespresso in Zusammenarbeit mit Fairtrade International eine Art „Rentenprogramm“ zur sozialen Absicherung von Farmern in Kolumbien an.

Die viel diskutierte Nespresso-Kapsel

Weil Aluminium den Kaffee optimal vor Wasser, Luft und Feuchtigkeit und somit die Frische und die Aromen des Kaffees schützt, wird die kleine Kapsel aus diesem Material gefertigt. Dass es unendlich oft recycelbar ist, geht in der Diskussion um die „Abfallberge“, die angeblich durch Kapseln verursacht werden unter. Doch Nespresso hat seine Kapseln bereits 1993 beim Grünen Punkt lizenziert, das heißt sie können samt Kaffeesatz vollständig über die Gelbe Tonne recycelt werden. Insgesamt machen übrigens Kaffeekapseln gerade mal 0,3 % des gesamten Verpackungsmülls aus.

Wo der Müll aus den gelben Säcken und der Tonne sich sammelt und wie er sortiert und weiterverarbeitet wird konnte ich im Anschluss in der Sortieranlage in Iserlohn sehen. Ein olfaktorisches Erlebnis und irgendwie auch der Friedhof unserer Alltags- und ja, auch Lifestyle-Produkte – auf Laufbändern.

Mal ganz anders, aber sehr spannend!

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