Jetzt geht’s unter die Haut – Tattoos!

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Es geht unter die Haut

und dort bleibt es meist für immer: das Tattoo. Obwohl man inzwischen viele davon, gerade im Sommer, an den verschiedensten Körperstellen von Menschen entdecken kann, ist es immer noch etwas besonderes. Es gibt ähnliche Motive und beliebte Platzierungen, jedoch nie exakt dasselbe Tattoo ein weiteres Mal. Die Geschichten um ein Tattoo können so verschieden sein, wie die Typen von Menschen, die sie eben tragen.

Die Wahl des Studios

Auch wenn die Wahl des Motivs mal spontan ausfallen kann, so sollte das niemals beim Tattoostudio der Fall sein. Davon abgesehen, dass gute Studios meist eh keine Termine für „morgen, 13 Uhr“ vergeben, sondern recht weit im Voraus planen, würde ich mir ein Studio immer vorher ansehen. Es gibt zwar in vielen Studios sogenannte „Walk-In“ -Tage, an denen man ohne Termin der Reihe nach dran kommt, das habe ich allerdings noch nie ausprobiert und kann somit nicht viel dazu erzählen.

Das erste Tattoo

Mein erstes Tattoo habe ich übrigens nicht heimlich mit 16 Jahren stechen lassen, sondern verhältnismäßig spät mit 25 und auch erst nach ewiger Überlegung. Dafür ging es von da an recht schnell weiter und inzwischen sind es 15 winzig kleine Motive. Mir war von Anfang an total wichtig, das richtige Studio und ganz besonders die richtige Künstlerin für mich zu finden, denn ich hatte einen besonders feinen und filigranen Tattoo-Stil im Sinn und wollte mich unbedingt wohl und gut aufgehoben fühlen. Die Wahl des Studios ist zudem nicht zu unterschätzen, weil bei jedem Tattoo die Gefahr der Infektion besteht. Hygiene und Sorgfalt sollten deshalb tatsächlich ganz oben auf der Liste der Prioritäten stehen, um Krankheiten wie zum Beispiel Hepatitis C zu vermeiden. Aus dem Grund würde ich persönlich auch immer von spontanen Urlaubs-Tattoos abraten, so sehr ich Spontanität auch liebe – das wäre es nicht wert. Man mag die Verbindung im ersten Moment nicht herstellen, aber man sollte einfach wissen, dass das Stechen eines Tattoos oder Piercings unter unhygienischen Bedingungen nun mal die Ansteckungsgefahr einer Infektionskrankheit birgt. Ein paar spannende und informative Zeilen zu diesem Thema stehen hier: www.hepatitis.de !

Was heißt das und wofür steht es?

Das sind vermutlich die zwei meist gestellten Fragen zu Tattoos. Viele von Euch haben ganz oft um einen Blogpost gebeten, in dem ich mehr über die kleinen Motive auf meiner Haut erzähle. Einige haben tatsächlich eine spezielle Bedeutung, andere sind weniger tiefgründig, bedeuten mir aber genau so viel ;-) (haha ich erinnere kurz an ein kleines Croissaint). Hier seht ihr ein paar Beispiele!

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11
Mein erstes Mini Tattoo war die „11“ am Handgelenk. Klein und nicht so auffällig, wahrscheinlich eine ganz typische Stelle für ein erstes Tattoo, wobei sie in meinem Fall alle eher unauffällig gewählt sind. Es war immer schon meine magische Zahl auf die ich setzen konnte. Mein erstes Glückserlebnis mit der 11 hatte ich in der Grundschule, als ich mit dieser Los-Nummer das große Sankt-Martins-Lebkuchenpferd gewann :D !

Irreversibile
Unabhängig von meinen italiensichen Wurzeln finde ich die Spache mit all ihren Worten wunderschön. Man liest natürlich direkt raus was es bedeutet, „unwiderruflich, nicht umkehrbar“. So sind Tattoos nun mal ;-) ! Aber auch Worte oder unachtsame Momente können in Situationen enden, die nicht wieder rückgängig zu machen sind. Dieses Tattoo ist mein kleiner, täglicher Reminder daran, dass man immer achtsam sein sollte mit den Dingen die man tut. Selbst bei den Kleingikeiten im Alltag. Man hat nicht immer eine zweite Chance.

One Sky
steht an unterer, auf diesem Bild verschwommener Stelle. Es drückt meine Faszination darüber aus, dass so unglaublich viele Dinge unter diesem einen Himmel passieren und möglich sind. Gutes wie Schlechtes, ganz ohne zu werten. Selbst am anderen Ende der Welt ist es der gleiche Himmel in den man hoch schaut, dieser Gedanke und die Unendlichkeit des Himmels hauen mich immer wieder um.

Processed with VSCO with a6 presetNever Ever
ist das neuste Tattoo und ich zeige es hier tatsächlich zum ersten mal. Ich fand diesen Post einen schönen Anlass :) gestochen wurde es letzte Woche, als ich diesen Post fotografiert habe.
„Never ever say never“ ist was hinter dieser Kurzfrom steckt und es ist eine süße Erinnerung daran, wie oft ich schon dachte „Ne, niemals….“ und am Ende kam es doch ganz anders. Sag niemals nie, das habe ich mit den Jahren gelernt!

 There is no lie in her fire
ist eine Zeile von Charles Bukowski. Vollständig heißt es „She is mad but she’s magic. There is no lie in her fire“. Vielleicht kennt ihr sogar jemanden auf den es zutrifft. Ich war sofort verliebt in diese Worte, als Ina sie mir sagte. Sie hat dieses Motiv und all die filigranen Texte gestochen.

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BABY, BABY!

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Maintain Mystery
steht dafür, dass man sich immer ein kleines Stück von sich selbst für sich selbst behalten sollte. Ich mag es einfach gerne, wenn Dinge, Menschen und Situationen nicht direkt zu durchschauen sind und ein kleines Rätsel mit sich bringen. Ein Rätsel ist für einige vermutlich auch das Croissant auf der Innenseite meines Arms. Es steht ganz simple und einfach natürlich für die große, unüberwindbare Leidenschaft für Croissants (und Cappuccino…).

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Benjamin. Always having my back!

Processed with VSCO with a6 presetNatürlich gibt es noch ein paar andere Tattoos an mir und einige kennen sie vielleicht schon von Fotos. Im Sommer, mit luftigerer Kleidung werdet ihr noch ein paar kleine Worte und Bilder entdecken und ihr könnt mich immer gerne jederzeit dazu fragen. Was ich Euch aber ganz besonders ans Herz legen möchte ist, ein Tattoo nicht zu überstürzen. Überlegt Euch lang genug und gut welches Motiv oder welche Worte ihr wählt und findet die spezielle Verbindung zwischen diesem Tattoo und Euch. Schaut genau in welchem Studio ihr Euch wohlfühlt, achtet darauf, dass Hygiene eine große Rolle spielt, weil es hierbei auch um Gesundheit geht. Jeder Tattoo-Künstler hat einen eigenen Stil. Schaut genau was Euch gefällt und wer diese Art gut beherrscht. Gerade die super filigranen Tattoos, die mit einer halben Nadel gestochen werden, setzt nicht unbedingt jeder Künstler um. Das sind meine persönlichen Tipps an Euch, falls ihr mit einem Tattoo liebäugelt.

Ich hoffe, der lang versprochene Post hat Euch gefallen!
Fragt gerne, wenn Fragen offen sind!

Signe Lou

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11 Comments

  1. Reply
    Vicky

    Ich liebe diesen post sowie die tollen Bilder. Da ich selbst Tattoos sehr gerne mag, auch wenn ich erst zwei habe, finde ich den Artikel sehr inspirierend. Vielen Dank!

  2. Reply
    Michelle

    Sehr toller Post! Ich habe auch schon wieder wahnsinnig viele Ideen und dein Beitrag war sehr inspirierend, die Tattoos gefallen mir unglaublich gut und die Bedeutung ist meist wunderschön (die Crossaint-Liebe kann ich sowas von nachvollziehen!) ❤️

  3. Reply
    Kati

    Mich würde auch interessieren wo du die Schriftzüge hast stechen lassen! Sehr inspirierender Post!😍👍🏼

  4. Reply
    L E A

    Wahnsinnig tolle Bilder, ich stimme dir zu, man sollte ein Tattoo nie überstürzen und auch die Wahl des Studios bedarf einer Vorarbeit… Ich hoffe, dass ich bald auch mal die Gelegenheit habe bei Ina vorbeizuschauen für ein Stück ewige Kunst unter meiner Haut.

  5. Reply
    Nadine

    Lou, dein Post ist toll! Deine Tattoos sind so unauffällig und dabei so besonders. Unglaublich, dass es 15 sind!! Love it! 💗 Ich war letzte Woche noch bei Ina und bin immer wieder begeistert von ihrer Arbeit 🦋 🌼🌸

  6. Reply
    Laura

    Super schöner Post! Gefällt mir :)
    Ich bin auch schon lange am überlegen, mir eins Stechen zu lassen (in Verbindung mit meinem verstorbenem Papa), mir fehlt nur noch die passende Idee dazu..
    Danke, dass du uns immer so viel aus Deinem Leben erzählst!
    xoxo

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