160% Sehkraft – meine Augen Laser OP

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Schärfe in Sicht!

Denn wie versprochen folgt nun der ausführliche Bericht meiner Augen-OP, die ich im Januar hier in Köln hatte. Damals war mir gar nicht bewusst, wie viele von Euch dieses Thema interessiert und auch betrifft, sodass ich wirklich überrascht war über die hohe Resonanz. Ich versuche einfach mal die meist gestellten Fragen zu beantworten und gleichzeitig von meinen Erfahrungen zu erzählen. Sollten noch Fragen offen bleiben, dann schreibt sie gerne in die Kommentare.

Zu allererst erkläre ich kurz die Methode, mit der ich gelasert wurde. Es gibt nämlich verschiedene Methoden, die einen wirklich großen Unterschied im Heilprozess ausmachen. Meine Methode ist:

Die Smile-Methode

und quasi die neuste Generation des Laserns, weil sie minimal-invasiv, also schonend und gleichzeitig hocheffektiv ist. Die Methode ist zwar sehr modern, wurde aber schon über 1.000.000 mal weltweit erfolgreich durchgeführt und gilt als Augenlaserverfahren der Zukunft, weil sie im Gegensatz zu den vorigen Methoden „LASIK“ und „Femto-LASIK“ extrem sanft ist.

Wie läuft eine OP ab und wie sieht die Vorbereitung aus?

Die Vorbereitung ist zum Glück recht easy, man sollte einige Wochen vor der Op keine Kontaktlinsen mehr tragen und eher auf die Brille umsteigen, einfach weil das Tragen von Linsen die Form der Hornhaut beeinflusst und das einer präzisen Messung im Weg stehen könnte.

Der Eingriff selbst findet ambulant statt und dauert alles in allem circa 15 Minuten, wenn man beide Augen behandelt. Das Lasern an sich dauert sogar nur wenige Sekunden. Als erstes werden die Augen mit Tropfen betäubt und anschließend wird ein Lidöffner benutzt. Den spürt man schon gar nicht mehr durch die Betäubung und der ist auch wirklich nicht unangenehm – wie gesagt, man merkt ihn nicht mal. Er hilft einem lediglich, während der Operation nicht zu zwinkern. Als nächstes (und auch das bekommt man nicht mit, man sieht es auch nicht) wird das Auge sanft fixiert. Mit dem Laser wird dann ein Lentikel (das erkläre ich gleich noch genauer) und ein winziger Schnitt von ca. 2mm in der Hornhaut erzeugt. Danach zieht der Operateur den Lentikel durch den kleinen Schnitt heraus und entfernt somit die überschüssige Hornhaut. Während dieses Vorgangs sieht man von alle dem nichts und spürt natürlich auch nichts. Ehe man bis 10 zählen kann ist man sowieso schon fertig. Der winzige Schnitt schließt sich nach der OP von selbst und außer antibiotischen Augentropfen und einer Augensalbe sind im Nachhinein keine weiteren Maßnahmen notwendig für den Heilprozess. Nach der Operation lässt man sich nur am besten abholen, weil man die erste Stunde nach der OP nicht gerne ins Helle schaut. Ich habe auf Rat meines Arztes eine Sonnenbrille eingepackt und die auch gerne gleich aufgesetzt. Sowieso war ich total müde nach dem Eingriff, was vermutlich an der Chill-Pill (Beruhigungstablette) gelegen hat, die ich vorher eingeworfen hatte. Ich bin also ab ins Bett und habe ein paar Stunden gepennt.

Als ich aufgewacht bin war sie schon da: die Schärfe ohne Sehhilfe. So ein cooles Gefühl! Ich habe mich inzwischen daran gewöhnt klar sehen zu können, aber ich habe wirklich jeden morgen beim aufstehen eine kleine innerliche Party gefeiert, einfach weil ich alles vom Bett aus klar und gestochen scharf sehen konnte. Das ist einfach wunderschön.

Was wird bei der ReLEx-SMILE Methode genau gemacht?

Bei der ReLEx-SMILE erzeugt der Operateur mit dem Laser eine dünne Hornhautlinse (ein Lentikel) durch die intakte Hornhaut hindurch. Diese Hornhautlinse oder das Lentikel stellt den bemessenen Überschuss dar, der für die Sehschwäche sorgt. Anschließend erzeugt der Laser in Form eines minimalen Schnitts (circa 2mm) auf der Hornhaut einen kleinen Zugang, durch den der Operateur das Lentikel und somit quasi den Überschuss herauszieht. Aufgrund des kleinen Schnitts ist diese die minimal-invasivste Methode, die es aktuell in der Augen-Lasik gibt. Im Vergleich, bei der älteren Methode wird der Schnitt fast rundherum gesetzt.. Anbei findet ihr eine ganz gute Visualisierung. Links seht ihr in weiß eingezeichnet den Schnitt der SMILE Methode und rechts den, der Femto Lasik.

Bildschirmfoto 2018-07-16 um 20.50.31

Wie viel Dioptrien hattest du und warst du kurz- oder weitsichtig?

Ich war kurzsichtig, das heißt ich konnte nicht gut in die Ferne schauen und obwohl ich recht niedrige Werte hatte, die gerade mal bei circa -1,5 und -1,75 lagen, konnte ich alles was weiter als 50cm entfernt war nur sehr verschwommen sehen. Sobald ich also vor die Tür wollte musste ich Kontaktlinsen oder eine Brille tragen, ansonsten wäre ich nicht besonders weit gekommen :) .

Kann man blind werden, gibt es Risiken?

Im Grunde nicht. Wenn man sich das Auge anschaut, dann liegt die Hornhaut die gelasert wird quasi genau auf der anderen Seite als die Sehkraft. Man kommt also nicht mal annähernd an die Netzhaut ran. Risiken bestehen eher darin, dass man zum Beispiel seine antibiotischen Augentropfen, die man in den ersten Wochen nach der OP anwenden soll nicht nutzt und somit einer Entzündung die Chance gibt, sich auszubreiten. So fahrlässig sollte man natürlich nicht sein.

Bild-Quelle www.augengesundheit.at

Bist du jetzt lichtempfindlich oder hast du trockene Augen?

Überhaupt nicht! Diese Frage kam wirklich oft auf und ich schätze, dass das bei den älteren Methoden vermutlich öfter vorkommen kann und das Augenlasern dadurch den Ruf hat für trockene und empfindliche Augen zu sorgen. In den ersten Tagen nach der OP ist man tatsächlich noch ein wenig empfindlich und guckt ungern in grelle Lichter, aber auch das gibt sich recht schnell.

Wie lange dauert die OP und wie lange ist man „außer Gefecht“ gesetzt?

Alles in allem war ich circa eine Stunde „beschäftigt“, wenn ich die Zeit im Wartezimmer vor und nach der Op dazu zähle. Man quatscht ja auch vorher und danach noch mal mit dem Arzt und hetzt sich nicht ab. Der Eingriff an sich dauert pro Auge nur wenige Sekunden. Im OP Raum verbracht habe ich circa 15 Minuten mit allem drum und dran :) .

Wie teuer ist die OP?

Die OP liegt bei circa 2500€ pro Auge. In einigen Fällen übernimmt die private Krankenkasse einen Teil oder auch die gesamten Kosten. Das ist individuell und kommt natürlich immer auf die Kasse und die verschiedenen Faktoren an.

Würdest du es wieder machen?

Sofort :) ! Besonders weil es so unkompliziert ist. Jeder den ich gesprochen hatte zuvor, der sich die Augen schon hat lasern lassen sagte: „es war die beste Entscheidung meines Lebens“ und das kann ich wirklich genau so unterschreiben. Der Eingriff ist so minimal-invasiv und ungefährlich, dass ich im Nachhinein gar nicht verstehen kann, weshalb man so eine Angst vor dem Thema hat. Die kann ich wirklich jedem nehmen – es tut nicht nur nicht weh, man spürt es einfach nicht.

Heute habe ich übrigens 160% Sehkraft, das ist einfach der Wahnsinn!

Wenn ihr noch Fragen haben solltet oder ich etwas genauer erklären soll, dann lasst mich das gerne in den Kommentaren wissen!

Ich hoffe ich konnte Euch hiermit schon mal helfen und vielleicht auch ein wenig die Angst nehmen, falls ihr selbst über eine Laser-OP nachdenkt.

Viele weitere Infos und richtig gute, kurze Videos die super aufklären findet ihr übrigens auch auf der Smile Eyes Website, falls ihr mögt klickt dort mal rein.

xx Lou

2 Comments

  1. Reply
    Natascha

    Erstmal vielen Dank für den Blogpost! :) das Thema beschäftigt mich auch und ich würde diesen Eingriff sofort machen, wenn die Kosten nicht so hoch wären 🙄 meine Frage wäre noch, ob es sein kann, dass eine Sehschwäche irgendwann wieder auftreten kann? Oder ist man quasi für immer ‚geheilt’?
    Liebe Grüße und alles Gute dir weiterhin :)

  2. Reply
    Stephie Beeck

    Töller Blogpost! :) Mich würde sehr interessieren ob diese OP für alle Menschen geeignet ist oder ob es aus Einschränkungen gibt, zB zu große Dioptrienwerte oder Hornhautkrümmungen? Hat die Klinik Dir dazu vielleicht auch etwas gesagt?
    Merci:)

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